Pariser Salons hatten es in sich. Hier wurde in ambitionierter Halböffentlichkeit geliebt und gelitten, es wurde formuliert, musiziert und diskutiert. Claude Debussy kannte die Salons des beginnenden 20. Jahrhunderts gut – so gut, dass er sich ihren musikalischen Gepflogenheiten auch ironisch nähern konnte, wie in seinem „langsamsten Walzer“, den er „à la Bierstube“ orchestrierte. Etwas später nutzte der Wahl-Pariser George Antheil die Salons der 1920er-Jahre auch für den ein oder anderen Skandalauftritt. Sein zweites Klavierkonzert entstand kurz nach dem wilden „Ballet mechanique“. Johannes Schöllhorn hat sich noch im 21. Jahrhundert in das Flair der Fin-de-Siecle-Melodramen von Jules Massenet verliebt und lässt die Salonkompositionen neu und orchesterfarbig aufleben. Ein Abend der „expressions lyriques“.
Programm:
CLAUDE DEBUSSY | La plus que lente, Walzer
GEORGE ANTHEIL | Klavierkonzert Nr. 2
CLAUDE DEBUSSY | La serenade interrompue aus Préludes fur Klavier, Band I
(Fassung für Sopran und Kammerensemble von Fabio Nieder)
ERIK SATIE | Gymnopédies Nr. 1 und 3 (Fassung für Orchester von Claude Debussy)
JOHANNES SCHÖLLHORN | „Va“ d‘après Jules Massenet – expressions lyriques für Stimme und kleines Orchester
Sarah Maria Sun | Sopran
Rei Nakamura | Klavier
SWR Symphonieorchester
Jean- Michaël Lavoie | Dirigent
Lydia Jeschke | Moderation
Dokumentartheater von Tuğsal Moğul
DO 09.07. & FR 10.07.
jeweils 19:30 Uhr
Wie geht es weiter nach dem rassistisch motivierten Terroranschlag vom 19. Februar 2020 in Hanau, der sich in das kollektive Gedächtnis der Bundesrepublik eingebrannt hat?
Zusammen mit einer Initiative der Angehörigen der Opfer und der Überlebenden, greift Tuğsal Moğul (Theaterautor, Regisseur, Schauspieler und Arzt) die Ereignisse rund um die Mordnacht auf und gibt damit den Betroffenen das Wort.
Theater Instrumental
Premiere: Fr 10.07 | 20:00 Uhr
Sa 11.07 | 20:00 Uhr
Die Performance EKUN DAYO handelt nicht nur von vergangenen Ereignissen, sondern auch von modernen Formen der Sklaverei, strukturellem Rassismus und kultureller Aneignung.
Abschlussstücke 2 year programme 2024 – 26
von bewegungs-art freiburg e. V.
Premiere: Fr 17.07 | 19:30 Uhr
Sa 18.07 | So 19.07 | Do 23.07 | Fr 24.07 | Sa 25.07
jeweils 19:30 Uhr
Zwanzig Tänzer:innen spielen in zehn Kurzstücken an der Kante zur Extreme, tauchen in Lücken ein und eröffnen ... sich ... neue Welten.
Tanz- und Theaterprojekt von Frauen mit Migrationshintergrund
Showing: Sa 18.07 | 17:00 Uhr
Aus Begegnungen, Gesprächen, Bewegungen, Musik, Texten und gemeinsamen Momenten entsteht ein künstlerischer Prozess, der von den Teilnehmerinnen selbst mitgestaltet wird.
Was ist dein F?
FREIHEIT · FREUNDSCHAFT · FREUDE · FEUER · FANTASIE · FÜRSORGE
Eine Klangperformance auf vier E-Gitarren
The Interstring Project
Premiere: Sa 25.07 | 20:00 Uhr
So 26.07 | 20:00 Uhr
Das experimentelle E-Gitarrenquartett befreit sich von Kabeln und Effektpedalen und inszeniert sein neues Programm als Klangperformance zwischen progressiver Rockshow und zeitgenössischem Tanz.
19. - 27.09.2026
Liebe Jazzbegeisterte! Im Herbst ist es wieder soweit: Das jährliche Jazzfestival Freiburg findet statt! Gemeinsam vom E-WERK Freiburg e.V. und Jazzhaus Freiburg organisiert, ist es inzwischen ein bedeutender Treffpunkt der internationalen und regionalen Jazzszene geworden.
2026 feiern wir 30 Jahre Soziokultur im E-WERK Freiburg.
Wir wollen sichtbar machen, was das E-WERK war, ist und sein wird: eine Plattform für kulturelle Teilhabe, ein kreativer Produktionsort der freien Szene in Darstellender und Bildender Kunst und ein lebendiger Begegnungsraum für Freiburg und die Region.